Ausbildung

Der Aero-Club Baden-Baden ist eine nach den neuesten europäischen Richtlinien zugelassene Ausbildungseinrichtung für Privatpiloten. Wir ermöglichen unseren Mitgliedern eine qualitativ hochwertige Ausbildung zum Segelflugzeugführer und wer möchte, kann anschließend auch noch die Berechtigung für Motorsegler erlangen. Interessenten, die bereits eine Privatpilotenlizenz für Motorflugzeuge besitzen, können bei uns die Berechtigung zum Schleppen von Segelflugzeugen erwerben. Für die theoretische und praktische Ausbildung stehen uns 10 ehrenamtliche Fluglehrer und 8 Ausbildungsflugzeuge zur Verfügung. Der Ausbildungsbetrieb unterliegt den höchsten Sicherheitsstandards, zu denen auch die regelmäßige Fortbildung unserer Fluglehrer gehört.

Voraussetzungen

Ausbildungsablauf

Von Frühling bis Herbst findet die praktische Flugausbildung an allen Wochenenden und Feiertagen, sowie nach Absprache statt. Im Sommer gibt es meist ein zweiwöchiges Schulungslager in Baden-Baden oder an einem fremden Flugplatz. Im Winter bieten wir die Teilnahme am Theorieunterricht an, der viele interessante Fächer wie Navigation, Meteorologie, Technik, Verhalten in besonderen Fällen, menschliches Leistungsvermögen und Luftrecht beinhaltet. Die Ausbildung kann flexibel gestaltet und auch durch geschlossene Theorie- oder Praxis-Lehrgänge an gewerblichen Flugschulen ergänzt werden.

Den Ausbildungsfortschritt bestimmen Sie selbst. Bei regelmäßiger Teilnahme am Flugbetrieb kann man bereits im ersten Jahr die Alleinflugreife erreichen. Der Erwerb der Lizenz ist dann eher ein nebensächlicher Meilenstein in der fliegerischen Laufbahn, da man bereits in der Ausbildung alleine fliegen darf und vom Fluglehrer immer einen Flugauftrag erhält, der dem persönlichen Leistungsstand entspricht. Letztendlich geht es beim Segelfliegen um den Spaß am Fliegen sowie um eine interessante und anspruchsvolle Freizeitbeschäftigung und nicht vorrangig um den Erwerb einer Lizenz.

Der Flugbetrieb beginnt morgens mit dem gemeinsamen Ausräumen und der Überprüfung der Flugzeuge, setzt sich über den Startaufbau und den Flugbetrieb fort und endet abends mit dem Putzen und Einräumen. Segelfliegen ist spannendes und abwechslungsreiches Teamwork, bei dem jeder mit unterschiedlichen Aufgaben betraut wird, beispielsweise dem Ausziehen der Windenseile, Zurückholen von Flugzeugen mit dem Auto, Startvorbereitung und Starthilfe als Flächenmann oder -frau, und später vielleicht der verantwortungsvollen Tätigkeit als Startleiter oder Schlepppilot. Am Anfang werden Ihre Vereinskameraden Sie einweisen und darauf achten, dass Sie sich auf dem Flugplatz sicher und ohne Gefahr für sich und andere bewegen. Je besser die gemeinschaftliche Zusammenarbeit dabei funktioniert, umso schneller und sicherer kommt jeder in die Luft.

Meilensteine

Das erste Ziel in der praktischen Ausbildung ist der erste Alleinflug.

Um die sogenannte Alleinflugreife zu erlangen, muss man sicher starten und landen können, geradeausfliegen, Kurven ein- und ausleiten, ungewöhnliche Flugzustände beherrschen und nach einer sauberen Landeeinteilung das Flugzeug wieder sanft und gezielt neben dem Landekreuz aufsetzen. Dabei achtet der Fluglehrer ganz besonders darauf, dass alle sicherheitsrelevanten Verfahren und das Verhalten bei Notfällen (die gottseidank in der Praxis so gut wie nie auftreten) sicher beherrscht werden. Vor dem Alleinflug ist ein einfacher Theorietest zu bestehen und ein zweiter Fluglehrer überprüft nochmals das fliegerische Können. Dann fliegt man endlich allein – ein Erlebnis, das wohl kein Pilot jemals vergessen wird.

Nach einigen einsitzigen Übungsflügen mit unserem Schulungsdoppelsitzer erfolgt dann die Umschulung auf den Schulungseinsitzer. Dabei bleibt der Fluglehrer am Boden und beaufsichtigt die Flugdurchführung (vom Flugplatz davonfliegen darf man natürlich noch nicht). Zwischendurch fliegt man auch immer wieder mit Fluglehrer, um Neues zu lernen oder das Gelernte zu überprüfen.

Der nächste Schritt ist es zu lernen, wie man durch gezielte Nutzung von Hangwind oder thermischen Aufwinden Höhe gewinnt, um länger oben zu bleiben. Während man so bei immer längeren Flügen erste Erfahrungen sammelt, sollte man parallel auch das Gelernte aus dem Theorieunterricht weiter vertiefen und die theoretische Prüfung ablegen.

Die letzte große Etappe ist dann die Vorbereitung auf einen selbständig durchgeführten Streckenflug über mindestens 50km. Dazu wird man vom Fluglehrer im Überlandflug eingewiesen, landet auf fremden Flugplätzen und übt Außenlandungen für den Fall, dass der Aufwind mal ausbleibt. Außerdem lernt man eine gründliche Flugvorbereitung – von der Navigation über gesetzliche Vorschriften bis hin zur Wetterbeurteilung.

Hat man auch dieses Ziel erreicht, steht der abschließenden praktischen Prüfung nichts mehr im Wege. Dank der guten und intensiven Ausbildung beherrscht man zu diesem Zeitpunkt das Fliegen schon so gut, dass die Prüfung kein großes Hindernis mehr darstellt.

Bei Fragen zur Ausbildung können Sie sich gerne auch direkt an unseren Ausbildungsleiter Klaus Heege (Tel.: +49 172 6861050, E-Mail: klaus.heege@pt.lu) wenden.