Gottseidank wiederholen sich manche Dinge jedes Jahr aufs Neue: Es wird wieder heller. Unbestritten. Die Tage werden endlich wieder länger. Man merkt’s schon. Und die Flieger werden unruhiger. Man sieht’s am Flugplatz. Flugzeuge werden aus der Werkstatt getragen und wieder zusammengebaut, nachdem sie über den Winter gründlich durchgecheckt wurden – wir sind fast fertig. Der eine oder andere macht schon die ersten, verstohlenen Motorflugstarts. Die Fluglehrer scharren mit den Hufen, damit sie zu ihren Auffrischungscheckflügen kommen, um demnächst mit der Schulung beginnen zu können. Die Wildschweine haben über den Winter unserem Platz wieder einmal arg zugesetzt. Diese jährliche Wiederholung braucht allerdings kein Schwein. Die ersten angenehmen Sonnentage des neuen Jahres haben wir bereits erlebt und das Schlimmste in Sachen Winterblues scheint eindeutig überstanden. Am Flugplatz lebt’s wieder! Alles Gute, neues Jahr! Möge die neue Saison schön, unfallfrei und erfolgreich werden. Und für neue Interessenten ist jetzt genau die richtige Zeit, um sich bei uns zu melden, in die Segel- oder UL-Fliegerei hineinzuschnuppern und schließlich bei uns mit der Ausbildung zum Piloten bzw. zur Pilotin zu beginnen. Herzlich willkommen!

Foto: Sergius Miller
Mit großem Interesse habe ich im Adler von dem 75 jährigem Jubeläum
gelesen.
Ich bin ein Gründungsmitglied des aeroklub Baden-Baden und bin von 1951
bis 1959 aktives Mitglid gewesen.
Ich kann mich noch gut daran erinner, wie wir 1952 das erste Segelflugzeug Mü 13e bei der Fa. Scheibe in Dachau abgeholt Haben.
Auch der erste Flugtag o. Flugplatz habe ich noch gut in Erinnerung.
Die Vereinsmitglieder versammelten sich damals bei der Fa. Scheibel
Fordvertretung.Bei dieser Fa. haben wir damals den Windenmotor überholt. Der ganze Tross, die Mü 13, das Grunau Baby 2b, die Winde
und ca. 80 Mitglieder fuhren unter der Anleitung von dem Gruppenfluglehrer Ringel durch Baden-Baden Richtung Bühl.
Kurz vor Bühl kam auf der rechten Seite ein Bauernhof mit einer langen
unbebauten Wiese. Fluglehrer Ringel gab das Kommando zu diesem
Bauernhof abzubiegen.
Nach kurzen Verhandlungen mit dem Bauern wurde ein Landefeld ausge-
mäht und schon hatten wir einen Flugplatz ca. 1000 Meter lang.
Es ist nicht zu beschreiben oder in Worte zu fassen, wie wir den ersten
Start erlebten.
Ich durfte als Belohnung für die Arbeiten an dem Windenmotor am nächsten Tag mit dem Flugleher Heinz Auer einen 10 min. Flug machen.
Ein Erlebnis und auch ein Start in ein neues Leben.
Sicherlich gibt es viele Geschichen, die ich die folgenden 10 Jahre
erleben durfte.
Ich fliege noch, besitze 5 Oldtimer-Segelflugzeuge und Veranstalte jedes
Jahr ein Internationales Oldtimertreffen in der 1. Woche im September.
(S./Bericht im Adler)
Bei diesem treffen stehen, Flugzeuge wie Spyr aus. d. Schweiz,
MG 19a, Kranich 3, Weihe, Spatz, Grunau Baby 2 u. 3 und viele mehr.
Ein Highlights ist das Fliegen mit der SG 38 Schulgleiter.
Wir machen Winden, Auto und Flugzeugschlepp
Ich wünsche dem Verein weitere 75 erfolgreiche Jahr
Mit Fliegergruß
Mario Selss